Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
Städtisches Gymnasium  Sekundarstufe I und II
Endenicher Allee 1
53115 Bonn

http://www.emabonn.de

emabonn@t-online.de



Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern, verkehrsgünstig im Stadtzentrum  gelegen, ist das älteste städtische Gymnasium der Bundesstadt Bonn.
Die Schule fühlt sich im Wesentlichen den folgenden, im Laufe der 120-jährigen Geschichte gewachsenen Zielen, Schwerpunkten und Werten verpflichtet.

1) Vermittlung einer soliden wissenschaftspropädeutischen Arbeitsweise und Arbeitshaltung sowie einer Offenheit für neue Entwicklungen und andersartige Denkweisen.
2) Stärkung der Persönlichkeit und Fähigkeiten und Neigungen unserer Schülerinnen und Schüler sowie des gegenseitigen Respekts und Teamgeistes.
3) Orientierung unseres Bildungsangebotes an den Erfordernissen der Gesellschaft mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen und musischen Schwerpunkt auf der Basis eines breit gefächerten gymnasialen Allgemeinangebotes.

EMA jetzt MINT-EC-Schule

Ein Siegel der Exzellenz für das EMA
Große Auszeichnung für die mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung

„Es ist eine hochkarätige und verlässliche Anerkennung unserer Arbeit, eine große Ehre“, strahlt Direktor Arnold Heer und präsentiert das Schild mit der Aufschrift „MINT-EC-Schule“. Das bedeutet: Das EMA gehört jetzt zum ausgewählten Kreis von 56 Schulen bundesweit, die in hervorragender Weise in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (abgekürzt MINT) ausbilden.
     Die Auszeichnung wird vom Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellenz-Center an Schulen (MINT-EC) bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft verliehen. Dem Verein geht es darum, den Unterricht in den Naturwissenschaften zu verbessern, gerade angesichts zu geringer Studierendenzahlen in diesen Fächern, und will Wirtschaft, Hochschulen und Schulen besser miteinander verzahnen. Das EMA, als Realgymnasium gegründet, trug bis in die 70er Jahre den Beisatz „Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium“. „Dann kam die Gleichschaltung“, berichtet Heer, „und alle Schulen musten das gleiche Angebot haben.“ Als Ende der 90er Jahre wieder eine stärkere Profilierung der Gymnasien gefordert wurde, habe man sich entschlossen, „die alten Stärken zu entwickeln“. Seit zwei Jahren nehmen alle Fünft- und Sechstklässler an einer Experimentier-Arbeitsgemeinschaft teil.
    MINT-Koordinator Volker Martini: „Die Zehn- und Elfjährigen sind hoch motiviert und haben einen großen Forscherdrang. Diese Interessen muss man nur wahrnehmen und fördern.“ Bei den Experimenten seien die Kinder sehr emsig. Wer hier auf den Geschmack gekommen ist und entsprechende Noten in Mathematik und Naturwissenschaften hat, kann in der siebten Klasse in eine Fachprofilklasse (MN-Klasse) aufgenommen werden. Hier erhalten die Kinder – anders als im Lehrplan vorgesehen – einen durchgehenden Unterricht in allen naturwissenschaftlichen Fächern. Martini: „Das Forschen wird weiter trainiert. Nun geht es darum, gezielter an die Phänomene heranzugehen und sie in Worte zu fassen. Zunehmend wird daran gearbeitet, Mess- und Beobachtungsdaten richtig aufzunehmen und zu deuten und die Mathematik einzubauen, sie erfahrbar zu machen als Sprache der Naturwissenschaften.“
    Künftig wird es möglicherweise im Oberstufenunterricht am EMA, das schon jetzt regelmäßig zwei Leistungskurse in Mathematik und – eine Rarität – einen in Chemie hat, zu noch mehr Interesse an Naturwissenschaften kommen. Martini geht davon aus, dass vor allem mehr Mädchen MINT-Leistungskurse wählen werden. Bislang sind es nur wenige, doch in den Fachprofilklassen stellen sie ein gutes Drittel der Teilnehmer. Gerade bei der Oberstufenarbeit kommt dem EMA die intensive Kooperation mit den benachbarten Instituten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zugute. Ein Kernkriterium für die Aufnahme in den Kreis der MINT-Excellence-Center ist neben dem besonderen Gewicht der Naturwissenschaften auch der Zugang zur Informationstechnik. Am EMA, das eine Schwerpunktschule für Informatik ist, lernen alle Schüler den Umgang mit dem Computer. Aushängeschild ist hier auch die Homepage der Schule ( http://www.emabonn.de ). Die Zugehörigkeit zu den MINT-EC-Schulen verschafft dem EMA nun den Zugang zu einem Netzwerk: Es gibt Lehrerfortbildungen an renommierten Wissenschaftseinrichtungen, und auch für die Schüler finden interessante Treffen statt. Nicht zuletzt, so Professor Dieter Meschede, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, hätten Schüler von MINT-EC-Schulen größere Chancen, an den beliebten Schülerakademien des Bundeswerks für Begabtenförderung teilzunehmen.
        Brigitte Linden (General- Anzeiger Bonn vom 6.11.2002)
 
Zwei Beispiele für erste praktische Auswirkungen
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Bericht über die Teilnahme am MINT-EC-Wochenende „Mut zu MINT II“ im Oktober 2002 in Berlin:

Im Oktober 2002 wurde mir angeboten, an einem Wochenendseminar des MINT-EC in Berlin teilzunehmen, zu dem weitere 70 naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen von MINT-EC-Schulen eingeladen waren. Ziel des Seminars waren sowohl eine Berufsinformation als auch die Kommunikation zwischen den Teilnehmerinnen.
Da wir von der Firma Siemens eingeladen wurden, hat man uns zu Beginn der Veranstaltung ausgiebig über die Siemens-Berufsakademien sowie Siemens-Förderprogramme, vor allem „Yolante“, informiert. Referenten waren bis auf eine Ausnahme Frauen, die über ihre eigenen Karrieren in den oft männerdominierten Gebieten sprachen.
    So berichteten unter anderem zwei Studentinnen von einer Fachhochschule und einer Universität über ihre Erfahrungen und die Bedingungen an der jeweiligen Hochschule. Besonders eindrucksvoll war der Vortrag einer Mitarbeiterin des Arbeitsamtes, die neben Informationen zu naturwissenschaftlichen Lehrgängen auch viele nützliche Links mitgebracht hatte. Alle Referenten betonten vor allem die Chancen von Frauen in der Forschung und die vorhandenen Möglichkeiten Beruf und Familie zu kombinieren.
    Es hat mich besonders gefreut, dass nicht nur eine Karriere an einer Hochschule beschrieben wurde, sondern auch immer wieder Alternativen genannt und auch in den Mittelpunkt gestellt wurden. Dies finde ich erwähnenswert, da bei solchen Veranstaltungen oft nur der eine Weg genannt wird, wodurch bei vielen der Eindruck entsteht, die Naturwissenschaften seien außerhalb der Hochschule nutzlos.
Als Abschluss hatten wir selbst einmal die Möglichkeit uns zu einer Diskussion in Gruppen zusammenzuschließen um über die mögliche Vernetzung der MINT-EC-Schulen nachzudenken. Die Ergebnisse dieser Diskussion sind in Form eines Berichtes zusammen mit einer Power Point-Präsentation an die Schulen und Teilnehmerinnen verschickt worden.
    Trotz des intensiven Programms hatten wir genügend Freizeit um in kleinen Gruppen Berlin zu erkunden und uns untereinander kennen zu lernen. Das war hochinteressant, denn man hat selten Gelegenheit, so viele Gleichgesinnte gleichzeitig zu treffen und mit ihnen Erfahrungen und Pläne auszutauschen.
    Zusammenfassend kann ich diese Veranstaltung nur loben und sagen, dass alle Teilnehmerinnen viele neue und hilfreiche Kenntnisse gewonnen haben, die z. B. für meine Studienwahl durchaus von Bedeutung sein können.

                                    Julia Oganian, Jgst. 12

Bericht über ein MINT-EC-Seminar in Regensburg vom 29.11.-1.12.2002:
 

Das fängt ja super an! Man kommt hochmotiviert schon zum Bahnhof, um als einziger Schüler der Jahrgangsstufe 10 auf ein Seminar der Deutschen Bahn, von MINT-EC organisiert, zu fahren. Das erste, was einem die Bahn beibringt, ist, dass sie immer noch zu spät kommt. Aus 5 Minuten in Bonn sind in Regensburg 30 Minuten geworden und ich musste bei strömendem Regen dem gerade abgefahrenen Bus hinterherlaufen. Mit inzwischen weiteren Teilnehmern kam ich schließlich doch noch an.

         Der erste Vortrag kam von einem Vertreter des Unternehmensberatungs-Konzerns Bearing Point. Der hatte gehofft, dass sich wenigstens ein paar Leute für einen späteren Job in der Wirtschaft  interessieren, aber die Naturwissenschaftler waren doch in der absoluten Überzahl. So wurde dieser erste Programmpunkt zur todlangweiligen Veranstaltung. Der Abend war dann der Eigeninitiative überlassen.

         Am nächsten Morgen ging es mit den Vorträgen der Deutschen Bahn los. Als erstes erklärte uns deren Ausbildungschef etwas über das Ausbildungssystem bei der Deutschen Bahn und die vielfältigen Jobs, die einem zur Verfügung stehen.

Danach wurden Gruppen eingeteilt, die den Unterschied zwischen der Infrastruktur der Straße und der Schiene erarbeiten und das Ergebnis dann in einer Präsentation darstellen sollten. Das Ergebnis war fast ausgewogen, die Schiene bekam einen leichten Vorteil. Im folgenden Vortrag wurden das Fahrplan-Planungs-System und das Gleissystem allgemein erläutert. Als nächstes kamen das Gleissystem im Einzelnen und die Aerodynamik an die Reihe. Beides wurde auch recht anschaulich dargestellt, doch die Erklärung zur Berechnung der Formung von Rad und Schiene, die vermutlich selbst Abiturienten Schwierigkeiten bereitet hätte, war überflüssig.

         Nach dem Mittagessen kamen die interessantesten Teile des ganzen Programms. Zunächst besichtigten wir ein Lehrstellwerk, das uns genauestens erklärt wurde und das wir dann auch selber bedienen durften. Anschließend stand Outdoor-Training auf dem Programm, das jeder DB-Azubi eine Woche lang machen muss. Dabei geht es darum, als Gruppe einen Hindernis-Parcours zu überwinden bzw. eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Dass das ganze Team die Aufgabe bestehen muss, also kein einziger versagen darf, frustriert manchmal ganz schön, aber es stärkt das Teamgefühl enorm.

         Dann kamen Studenten der Unis Ulm und Regensburg. Sie stellten ihr jeweiliges Studienfach vor. Besonders interessant war der Vortrag eines Wirtschaftsphysikstudenten, der ein relativ neues Studienfach (erst seit 1998) unglaublich begeistert und spannend erklärte. Außerdem erhielten wir eine Reihe nützlicher Internet-Links zur Weiterbildung und für Stipendien. Die Regensburger Studenten gaben danach einen Einblick in das Maschinenbaustudium.

         Am nächsten Morgen versuchte uns noch ein Geologie-Professor zu begeistern, was aber nicht sonderlich gelang. Danach war noch eine kurze Nachbesprechung der Veranstaltung.

         Das Ganze war, obwohl es erst eine der ersten Veranstaltungen von MINT-EC war, unglaublich interessant und spannend. Ich habe eine Menge neuer Bekanntschaften geschlossen und auch die Fahrt, die Unterbringung und das Essen waren nicht schlecht. Allen Schülern, die je die Chance bekommen zu solch einer Veranstaltung zu fahren, kann ich nur sagen: Nutzt die Gelegenheit, um vielleicht auch schon früh den Schritt in eine aussichtsreichere Zukunft zu machen.

 

                                                                           Jakob Welsing, Klasse 10b