
Musischer Schwerpunkt am EMA Bonn
Musikprojekte im Spiegel der Presse
Musikensembles am EMA
Musiktermine 2005
Musische Bildung wird am EMA verstanden als komplementäre Ergänzung zur Wissenschaftspropädeutik. Die Förderung kreativer Fähigkeiten schlägt sich im Extra-Unterrichtsangebot und in der Vielfalt musischer Arbeitsgemeinschaften.
Musische Bildung
wendet sich gleichermaßen an Kopf und Sinne, Herz und Hand. Sie eröffnet Spielräume, in denen Kinder und Jugendliche sich ausagieren können, ihre Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und etwas Eigenes schaffen. Musische Praxis ist auf Gemeinschaft und Kommunikation ausgerichtet, dient der Einfühlung und Mitteilung.
- Ein "Kreativ"-
Kurs im Differenzierungsbereich der Klassen 9 /10 vermittelt
Lernerfahrungen rund um Formen der Bühnenpräsentation.
- In der Sek. II findet (im Wechsel mit dem
HG) der Musik-LK statt, der Schülern mit entsprechender
Vorbildung schulübergreifend offensteht.
ist die bevorzugte Organisationsform der
vielen freiwilligen AG´s in den Bereichen Literatur, Theater,
Tanz, Internet. Wer singt oder ein Instrument spielt, genießt am EMA besonders intensive
Förderung in einer der vielen Musik-AG´s.
Instrumentalunterricht, der nachmittags privat am EMA erteilt wird, ergänzt die Arbeit in den Ensembles.
Die Aufführungen dieser Gruppen prägen
das Schulklima und haben Ausstrahlung darüber hinaus. Beispielhaft sei das Projekt
"Musik gegen Gewalt" im März 2002 genannt. Im Zentrum stand das
Holocaust-Requiem von Lohff, vertieft durch einen
Rezitationsabend, die Begegnung und Diskussion mit dem Komponisten und durch die
Gegenüberstellung von Bachs Matthäus-passion. Im kommenden
März wird die Thematik wieder aufgegriffen durch die Plakatausstellung "Anschläge
gegen Rechts".
Viele Auszeichnungen gingen an EMA-Ensembles (Theater-Workshop, Internet-AG
u.a.). Big Band und Solisten des EMA werden als Gäste bei
prominenten Veranstaltungen geschätzt. Kulturellen Austausch gibt es mit Partnern in Cittadella, Dresden und der Deutschen Schule Paris.
Musik und Theater
Sänger und Musiker des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zeigen beim Weihnachtskonzert ein hohes Niveau. Sichere Nachwuchschöre, glanzvoller Schlusspunkt der Big Band
Schulkonzerte ähneln mitunter kleinen
Pop-Konzerten: jeder Bühnenauftritt wird umjubelt und beklatscht, dass es einer
quotenstarken Unterhaltungssendung würdig wäre. Auch im Weihnachtskonzert des EMA am
Donnerstagabend war das nicht anders. Mareike Müller, Stephanie Pahl und Alexandra Torno
gerieten sogar fast ein bisschen in Verlegenheit, als sie vom bestens gelaunten Publikum
in der übervollen Aula enthusiastisch gefeiert wurden. Hatten sie doch nur
das Engelsterzett (Hebe deine Augen auf) aus Mendelssohns Paulus
dargeboten, jedoch mit einer Souveränität und Gestaltungssicherheit, die großen
Eindruck hinterließen.
Das Weihnachtskonzert, eine ausgedehntere Version des
Konzerts in St. Remigius vor zwei Wochen, unterstrich mit seiner Programmvielfalt und dem
Niveau der Darbietungen den hohen Stellenwert musikalischer Arbeit am EMA. Mit rundem und
fülligem Klang, ohne die Textverständlichkeit preiszugeben, gefiel der große Chor,
durch aufmerksames und animierendes Spiel das Orchester. Die Sinfonia aus Händels
Messias zu Beginn geriet angemessen gewichtig und ernst, dabei sehr präzise.
Andreas Hammerschmidts Machet die Tore weit für sechsstimmigen Chor bestach
durch kraftvollen und volltönenden Klang.
Gleiches galt für die kammerchorisch ausgeführte fünfstimmige Motette von Johann
Eccard Ich lag in tiefer Todesnacht, in der jede Stimme doppelt besetzt war,
unterstützt von einem Streichquintett. Eine reife Leistung boten Chor und Orchester auch
mit O du, die Wonne verkündet in Zion, ebenfalls aus dem Messias.
Schließlich noch Bachs berühmte Air, nicht als klingender Zuckerguss,
sondern angenehm leicht dargeboten. Beachtliche Spielkultur bewies das Holzbläserensemble
der Klassen fünf bis acht unter Leitung von Regine Held mit Stücken von Händel und
Mozart, und einen starken Eindruck hinterließ auch das Blechbläser-Ensemble unter
Leitung von Toni Schüller mit Renaissancestücken von Tilman Susato.
Um die Zukunft des großen Chores am EMA muss einem nicht bange sein. In der
Jahrgangsstufe fünf existieren bereits zwei Kinderchöre, die mit sicher vorgetragenen
Weihnachtsliedern die Herzen des Publikums gewannen. Geleitet werden sie von Tobias
Merkel-Piontek und Anja Frieben, die sich auch als kompetente Pianisten erwiesen. Der Chor
der Klasse 6 unter Peter Henn sang, unterstützt durch ein farbiges Instrumentalensemble,
das recht anspruchsvolle Lieb Nachtigall, wach auf! von Hermann Schroeder. Mit
sehr differenziert ausgeführten Gospels, unterstützt vom Bläserensemble, brachte der
große EMA-Chor Swing und rhythmischen Drive auf die Bühne. Weiterer Glanzpunkt zum
Konzertende: Amerikanische Weihnachtslieder im Jazz-Gewand, stilsicher gespielt von der
EMA-Big Band unter Toni Schüller. Als Vokalsolisten ernteten Stephanie Pahl und Bernd
Klein Ovationen.
Mathias Nofze (General-Anzeiger Bonn v. 21./22.12.2002)
EMA-Kulturwochen starten spektakulär
150 Schüler bringen Beethovens Werke in Wort und Ton auf die Bühne. Viel Applaus für die Musiker. Diesen Sonntag Gehts weiter
Beethoven ist gegenwärtig. Zum einen
durch seinen einzigartigen musikalischen Nachlass, aber auch durch unzählige
Beethoven-Skulpturen, Bilder, Markenartikel sowie Straßennamen. Einmal mehr im
Mittelpunkt stand Bonns größter Sohn am Donnerstagabend beim Ludwig van Beethoven
-Porträtkonzert des EMA. 150 Schüler, darunter der Chor der 6. Klassen sowie das
EMA-Holzbläser-Ensemble, stellten in Bild, Wort und Ton Leben und Werk Beethovens vor.
Mit seiner bekanntesten Botschaft Ode an die Freude, die für Holzbläser
bearbeitet wurde, und mit einem
Beethoven-Feature mit Bild und Ton begann das Holzbläser-Ensemble. Im
Hintergrund wurde ein Beethoven-Porträt an die Wand projiziert. Mit Auszügen aus
Klavier-, Horn- und Violinsonaten sowie Brieflesungen führten die Musiker das Publikum
durch die Stationen von Beethovens Leben.
Das Konzert bildete den Auftakt der EMA-Kulturwochen. Das Konzept stammt von
Musiklehrer Peter Henn, der auch das Konzert leitete. Es ist ein Versuch, die
Kräfte, die im EMA vorhanden sind, zu bündeln, erklärte er. Dafür hat er
zusammen mit den Klassen und Oberstufen-Kursen die Dokumente von Beethoven studiert. Das
Publikum belohnte das Familienkonzert mit viel Applaus.
(General-Anzeiger Bonn v. 17./18.5.2003)
Beethoven-Wochen im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
Das Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
hat seine Kulturwochen auf Beethoven ausgerichtet. Nach dem Porträt-Konzert folgte nun
ein ambitioniertes großes Orchester- und Chorkonzert. Es bot Gelegenheit, den
12-jährigen Fabian Müller, Schüler des Gymnasiums und Schützling der Pianistin
Rosemarie Zartner, als Solisten zu erleben. Das Talent präsentierte sich mit Beethovens
2. Klavierkonzert B-Dur op. 19, einschließlich der Kadenz von 1809. Man konnte nur
staunen ob der wie selbstverständlich erscheinenden Sicherheit und Genauigkeit dieses
Jungen. Er erntete geradezu ovationale Begeisterung aus dem vollen Saal, dem er dann noch
eines der schmissigen Gershwin-Préludes als Solo-Zugabe spendierte.
Peter Henn (...) hatte mit dem Schulorchester den lebhaft dialogisierenden
Begleitpart bereitgestellt. Adäquat klang- und ausdrucksvoll war zu Beginn des Abends die
Egmont-Ouvertüre op. 84 erklungen, und nach der Pause stand dann die
C-Dur-Messe auf dem Programm. Der EMA-Chor aus Schülern, Eltern, Lehrern und Ehemaligen
stellte sich ein gutes Zeugnis aus. Auch die vier Solisten Judith Decker (Sopran),
Irmtraut Griebler (Alt), Thomas Klose (Tenor) und Eric Sohn (Bass) trugen das Ihre
zur Intensität der Aufführung bei.
Barbara Kaempfert-Weitbrecht
(General-Anzeiger Bonn v. 20.5.2003)
Musikalische
Schüler singen in den Straßen von Paris
Schulchor und orchester des EMA stellen ihr großes Können unter Beweis
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er
was erzählen: Voll lebhafter Eindrücke kehrten jetzt 150 Sänger und Musiker des EMA von
einer viertägigen Konzertreise nach Paris zurück.
Die Musik war Hauptzweck der Reise: Auf dem Programm standen zwei Konzerte, in der
Eglise St. Louis en lIle, im Zentrum der Stadt, und im Pariser Goethe-Institut. In
der St. Louis-Kirche führten EMA-Chor und Orchester Beethovens C-Dur-Messe sowie
Auszüge aus den Werken Faurès und Mendelssohns auf. Mit Kammermusik und Beethovens
zweitem Klavierkonzert stellten die jungen Talente fast alle sind Preisträger der
Landes- und Bundeswettbewerbe Jugend Musiziert im Goethe-Institut ihr
großes Können unter Beweis.
Musik verbindet, in Paris schien dieser Zauber besonders zu wirken.
Nach Aussagen von Lehrern, Schülern und Eltern hat sich in der Gruppe ein
außerordentliches Gruppengefühl entwickelt. EMA-Musiklehrer Toni Schüller war besonders
fasziniert von der Konzentration während der Proben und Konzerte: Jeder habe sein Bestes
geben wollen. Und wenn Henn als Dirigent den
Auftakt gab, dann seien alle still und aufmerksam dabei gewesen, auch in den Proben.
150 Personen, drei Reisebusse, Noten und Instrumente und das alles in einer
Weltstadt wie Paris: Das ist sowohl ein enormer Organisationsaufwand als auch eine
logistische Herausforderung in ungewohntem Ausmaß. Ein Team von fast 20 Personen war mit
der Lösung dieser Aufgabe betraut. Aber auch der Gruppe hat dies eine eiserne Disziplin
abverlangt, und bei organisatorischen Engpässen auch ein hohes Maß an Solidarität.
Diesen Test haben jedoch alle bestanden: nicht einer ist in Paris verloren gegangen oder
zu spät zu den Auftritten gekommen. Das Programm war voll, aber gelungen,
freut sich Henn, denn trotz intensiven und konzentrierten Musizierens habe die Gruppe auch
viel von der Stadt erlebt und gesehen. Am letzten Abend haben alle auf den Stufen von
Sacre Coeur gesessen von wo man eine gute Aussicht über die Stadt hat und
das Ave verum gesungen.
Astrid Müller (General-Anzeiger Bonn v. 1.7.2003)
Vorankündigung: Die Big Band des EMA hat unter Leitung von Toni Schüller Anfang August 2003 eine CD aufgenommen, die mit Beginn des neuen Schuljahres käuflich zu erwerben sein wird.
Liebe in allen Schattierungen
EMA-Schüler servierten Leckereien à
la Goethe
Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 überzeugte mit dem Programm Liebe in allen Schattierungen
(Bonner Rundschau v. 28.7.2003)
Die Ankündigung des Literaturkurses der Stufe 12 unter der
Leitung von Frau Reiche für den 24. und 25. Juli 2003 klang verlockend und sorgte für
einen (fast) ausverkauften Oberstufenraum. Sollten doch laut Programm das Thema Liebe in allen Schattierungen behandelt werden und
dazu, à la Liebe geht durch den Magen, eine Reihe kulinarischer
Köstlichkeiten gereicht werden.
Das Versprechen, das zu Beginn der Vorstellung von dem
eleganten Moderator Daniel Schroeder gemacht wurde, wonach Liebe, Literatur,
Speisen, Witz und Tragik geboten werden sollten, klang nach
Kinderüberraschung und so wurden die Zuschauerinnen schließlich auch in respektvolles
Staunen versetzt.
Die erste Überraschung erlebten die Gäste bei Betreten des sonst so
unpersönlichen Oberstufenraumes. Dieser hatte sich in ein romantisches Kellergewölbe mit
Gemälden und Rosen verwandelt und die erleuchteten Kerzen ergänzten das
wohlige Ambiente und ließen in eine Traumwelt entweichen.
Das umfangreiche Programm, das nun folgen sollte, sorgte sodann für weiteres
Erstaunen. Für den dreieinhalbstündigen Abend standen Schauspiel, Lesung sowie Musik auf
dem Menü.
Die Zuschauerinnen wurden zum Entree durch einen bunten Vorspeisenteller auf den
Geschmack gebracht, auf dem Loriot an Ovid süß-sauer serviert wurde. Viel Erfolg hatte
hierbei vor allem Andreas Gryphius humorvolle Adaption der
Tragödie Pyramus und Thisbe, die durch die komische Darstellung der
Schauspielerinnen ein famoser Spaß wurde und nach dem zuvor gehörten tragischen Vorbild
Ovids die Stimmung erhellte.
Im ersten und zweiten Gang wurde sich der Liebe durch vorgetragene Briefwechsel
Friedrich Schillers und Johann Wolfgang von Goethes mit ihren jeweiligen Geliebten
genähert sowie durch Lesungen aus Texten von Gabriele Wohmann, Bertolt Brecht, Max
Frisch, Erich Kästner und Giovanni Boccaccio. Der besondere Leckerbissen dieser Gänge
war der Gesang Stefanie Pahls, die von Herrn Schüller mit dem
Klavier und Johannes Höhne mit dem Saxophon begleitet wurde. Ihr Vortrag von I will
always love you, ursprünglich gesungen von Whitney Houston, bewegte das Publikum
und ergänzte das Gericht um eine exquisite chair de poule. Den Schluss
bildete August Kotzebues Die schlaue Witwe. Hierbei taten sich besonders
Esmina Mjumjunov als verführerische, distanzierte Witwe und Julian König als Diener, der
alle Rollen beherrscht, durch ihre schauspielerischen Glanzleistungen hervor. Die
Sahnehaube setzten diesem Dessert wie auch zuvor die gelungenen Kostüme und das
Bühnenbild auf, welche den jeweiligen literarischen Delikatessen als
Geschmacksverstärker dienten. Die geistige Nahrungsaufnahme wurde von drei Pausen, die
dank eines ansehnlichen Buffets zur materiellen Nahrungsaufnahme genutzt werden konnten,
unterbrochen.
Diese großartige
Gesamtleistung des Literaturkurses fand demnach einen großen Zuspruch bei den
begeisterten Zuschauerinnen. Bemerkenswert erscheint zudem die Leistung der Köchin Frau
Reiche, der es gelang eine Gruppe von Schülerinnen, der meist der Ruf von unengagierten
und zum Ende des Schuljahres demotivierten Faulpelzen anhaftet, zu Großtaten zu bewegen.
So wurden stattliche Männer zu braven, treu blickenden Mädchen oder zünftigen
Österreichern, während die Damen des Kurses sich in Löwen oder den liebenden Goethe
verwandelten. Beachtlich hierbei ist die Kraft, die von diesem Spiel ausging und Appetit
macht auf Literatur, Liebe und Schauspiel. Insgesamt sind diesem Ensemble also alle
Glückwünsche und Dank auszusprechen für einen köstlichen und in jeder Hinsicht
verführerischen Abend.
Eva Wollrab, Jgst. 12, Abitur 2004
Liebe in allen Schattierungen,
innerhalb dieses Themengebiets präsentierte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 von
Frau Reiche eine gelungene und vor allem abwechslungsreiche Aufführung am Ende des
Schuljahres. Der sonst so triste Oberstufenraum wurde mit Stoffen in ein
literarisches Café umfunktioniert und Kerzen perfektionierten die
Atmosphäre.
Der Abend begann mit einem Monolog von Loriot, vorgetragen von Maximilian Vollmar.
Schon während dieses ersten humorvollen Beitrags, der von der ersten Erfahrung eines
Jungen mit dem weiblichen Geschlecht erzählte, applaudierte das Publikum und die
Anspannung zwischen den Schauspielern und dem Publikum löste sich. Nach diesem
einleitenden Monolog folgte zuerst das ovidsche Original der dramatischen Geschichte um
das unglückliche babylonische Liebespaar Pyramus und Thisbe, das daraufhin in einer
Variation von Andreas Gryphius persifliert wurde. Dabei lässt der Regisseur von
Handwerkern das Drama aufführen, die den eigentlichen Inhalt des Stückes jedoch nicht
kennen. So artet die Aufführung ins Chaos aus, nicht zuletzt auch aufgrund der mangelnden
Führungskraft des Regisseurs. Die Schauspieler streiten sich beispielsweise untereinander
oder beginnen nicht vorgesehene Gespräche mit dem Publikum. Diese Persiflage passte zwar
nicht in den Themenkreis Liebe, sie war aber trotzdem sehenswert, da sie
amüsant war.
Ein Beitrag von G.
Wohmann, gelesen von Yulia Oganian, zeigte eine mokante Szene zwischen einem
diabeteskranken Mann und seiner Ehefrau, die dicke Männer mag und ihn daher mästet,
damit dieser nicht abnimmt. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das Theaterstück von
August von Kotzebue, das von einer schönen und reichen Witwe handelt, die ihre Verehrer
mit List versucht loszuwerden. Bei diesem Stück wurde wohl am meisten gelacht, was nicht
zuletzt an der überspitzten Spielweise der Schauspieler, aber auch an dem stereotypen
Verhalten der Charaktere lag.
Ergänzend zu diesem glänzenden Auftritt wurden aber auch Gedichte, ein
Briefwechsel zwischen Friedrich Schiller und Lotte von Lengenfeld, sowie von Goethe und
Christiane Vulpius und Der Falke von Giovanni Bocaccio präsentiert.
Neben Epischem und Dramatischem erfreute der Gesang von Stefanie Pahl. Sie trug zwei Lieder vor: Ein von Johannes Brahms vertontes
Gedicht und den Soundtrack I will always love you von Whitney Houston zum
Film Bodyguard. Besonders nach dem ergreifenden Beitrag wurde heftigst
applaudiert und bei einigen Zuschauerinnen flossen sogar Tränen.
Der
einzige Kritikpunkt waren die drei Pausen, die bei ca. drei Stunden Länge unnötige
Unterbrechungen darstellten.
Alles
in allem war der Abend, von dem Niveau der Schauspieler angefangen, über die vielseitigen
Kostüme, hergestellt von der früheren EMA-Lehrerin Frau Münch mit der ehemaligen
Näh-AG, bis hin zu der Atmosphäre von Erfolg gekrönt. Die Resonanz des
Publikums hat abschließend eindeutig gezeigt, dass ein Besuch lohnenswert war.
Gregor Riede, Jgst 12