MUSISCHER SCHWERPUNKT
Musik- und Theaterprojekte im Spiegel von Zeitungsartikeln
Schulkonzert im Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
Von Christian O. Gazsi Laki (General-Anzeiger Bonn)
"Concerto all`Ungarese", unter
diesem Titel wurden die vielen Gesichter des Chor- und Schulkonzertes am
Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium zusammengefasst. Wie der Titel verrät, ging es unter anderem
um Ungarn. So war der äußere Grund für diesen bunten Abend der EU-Beitritt des
mitteleuropäischen Staates.
Aber das Konzert war gleichzeitig auch Auftaktkonzert zur Konzertreise nach Italien des
Musik-Leistungskurses des Gymnasiums und Abschlusskonzert zur Konzertreise des Bonner
Kammerchors nach Ungarn. So wie der Titel die beiden Sphären in sich verbindet, so war
der Mittler zwischen der Welt des Chores und des Leistungskurses der Leiter dieses Abends:
Peter Henn. Aus seinen Händen konnte das Publikum einen bunten Strauß aus Chormusik der
verschiedensten Epochen und Kammermusik, vorgetragen von den talentierten Mitgliedern des
Leistungskurses Musik, in Empfang nehmen.
Die Blumen dieses Straußes blühten in den verschiedensten Farben. So teilten sich Werke
von Ligeti und anderen Zeitgenossen den Platz mit Brahms, Liszt, Bach, Liebesmadrigalen
und leichterer Kost wie Salonmusik oder Chorarrangements populärer Musik, vorgetragen
durch das Vokalensemble BonVocal.
Auch wenn die Instrumentalisten alle noch Schüler des EMA Gymnasiums in Bonn sind,
reichte das Niveau ihrer Auftritte weit über die gewohnte Qualität von Schulkonzerten
hinaus und wirkte bisweilen nahezu professionell. Die Namen der Nachwuchsmusiker Sebastian
Casleanu, Violine, Johannes Grote, Klavier, Johannes Lamotke, Horn, lassen spätestens
seit dem Beethovenfest aufhorchen, aber auch Eike Block, Klavier, und Bernice Ehrlich,
Sopran, präsentierten sich mit Potenzial. Bernice Ehrlich steht zwar ganz am Anfang,
besitzt aber eine ausbaufähige junge Stimme, die in die professionellen Hände eines
guten Gesangspädagogen gehören sollte. Hoffen wir, dass ihre klare, wertvolle, aber
zerbrechliche Stimme nicht durch eine falsche Richtung beim Gesangsunterricht Schaden
nimmt.
Der Bonner Kammerchor beeindruckte mit seinem anspruchsvollen Programm selbstverständlich
durch hervorragende musikalische wie klangliche Qualität.
(General-Anzeiger Bonn, 11.11.2004)
Im Folgenden wird dokumentiert, welche Resonanz die musischen Veranstaltungen in der Lokalpresse fanden. Den Abschluss bildet ein Rückblick auf Fünf Jahre (neue) EMA-Big Band.
Mit jazzigem Drive zum Abendsegen im Sopran
Traditionelles Weihnachtskonzert im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Alle sangen den Kanon mit
Klangschön arrangiert gefiel ferner
Irving Berlins White Christmas durch die Big Band und Kevin Anderwaldt als
überragenden Solisten am Vibraphon. Dann erinnerte Peter Henn mit Chor und Orchester des
EMAs an die erfolgreiche Paris-Reise mit Mozarts Ave verum corpus für
Streicher und gemischten Chor, wie sie es ebenfalls vor großem Publikum in Sacre
Coeur vorgetragen hatten.
In die Zukunft hingegen blickten
Schüller und der EMA-Chor mit Johannes Grote am Klavier mit John Rutters
Magnificat, im Blick die Mai-Konzerte in St. Elisabeth mit
Magnificat-Vertonungen diverser Epochen.
Für Stimmung sorgte uneingeschränkt
der Blockflötenkreis Michael Krones mit einem swingenden Jingle Bells. Bei so
viel Enthusiasmus für Musik war es nur logisch, dass mehrere junge Schülerinnen
gesangssolistisch auffielen. So sangen zur Weihnachtskonzerteröffnung, begleitet vom
großen EMA-Orchester unter dem Dirigat Peter Henns, die schon erstaunlich guten
Sopranistinnen Carina Kessel, Rebecca Knecht, Alexandra Torno und Stephanie Pahl den
Abendsegen aus Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel.
Torno, Pahl sowie Mareike Müller waren es auch, die mit den sanft sinnlichen
Indiferencia-Stücken von Klose, begleitet von der Big Band, das Konzert leise
ausklingen ließen.
Der Grundstock für solch
künstlerische Reife wird in den Klassen 5 und 6 gelegt. Die trugen auswendig
internationale Weihnachtslieder mit Unterstützung der Rhythmus-Gruppe vor und animierten
das Publikum zum Mitsingen. Es bedurfte keiner Extra-Einladung zum Kanon Ehre sei
Gott in der Höhe, denn Kanonsingen hatte Peter Henn ja im Konzert 2002 mit der
Korona intensiv geprobt. (Bonner Rundschau vom 20.12.2003)
Voll besetzt war die Aula beim
Weihnachtskonzert des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. So viele waren noch nie
da, freute sich Musiklehrer Peter Henn, der mit seinem Kollegen Toni Schüller das
Konzert leitete. (General-Anzeiger Bonn vom 21.12.2003)
Das EMA lädt zum dritten Mal zu seinen Kulturwochen ein
Wir haben über 300 Mitwirkende
Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige, sagt Peter Henn, der den musischen
Bereich an der Schule koordiniert. Den Auftakt macht das
Magnificat-Chor-Orchesterkonzert. ... Zu hören sind Antonio Vivaldis
Magnificat und die moderne Vertonung von John Rutter, die 1990 uraufgeführt wurde.
Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Komponisten an den Text
herangegangen sind, sagt Musiklehrer Toni Schüller.
Weiter geht es ... mit den
Kulturwochen im Oberstufenraum. Dann spielt
der Musik-Leistungskurs der Schule ein Porträtkonzert zu Johann Sebastian Bach. Wir
wollten nicht nur musizieren, sondern den Zuhörern den Komponisten auch schmackhaft
machen, sagt Johannes Lamotke, der Horn und Klavier spielt. In einer Präsentation
informieren die Kursschüler, die aus der ganzen Region ans EMA kommen, über Bach.
Es macht Spaß, nicht nur für sich, sondern miteinander zu musizieren,
ergänzt Sebastian Casleanu, der Geige spielt. Am Samstag, 22. Mai, spielen die Schüler
im Rahmen des Museumsfestes zum Kammerkonzert mit Musik von Bach bis Ligeti auf. ...
Ein Abschieds-Konzert
gibt die Big Band der Schule in der Schulaula. Wie viele Bandmitglieder war auch ich
von Anfang an dabei, mache jetzt aber das Abi, sagt Johannes Morell, doch der
Nachwuchs stehe schon in den Startlöchern. ...
Neben der Musik kommt auch das
Theater nicht zu kurz. Einen Szenen-Mix unter dem Motto Damenwahl präsentiert
der Theaterworkshop ... im Oberstufenraum. Mit dabei sind Lady MacBeth und Maria
Stuart, aber auch lustige Szenen, sagt Schülerin Kira van Vorst. Den Abschluss der
Kulturwochen bildet das große EMA-Familienkonzert ... in der Schulaula. (Isabel Klotz in:
General-Anzeiger Bonn vom 12.5.2004)
Schüler singen Vivaldi
Magnificat Unter
diesem Motto stehen die EMA-Kulturwochen, die am Samstag und Sonntag mit zwei großen
Konzerten in Sankt Elisabeth begannen. Unter der Leitung von Peter Henn und Toni Schüller
traten der Chor und das Orchester der Schule sowie Mareike Müller, Esther Arens und
Thomas Klose als Solisten auf. (General-Anzeiger
Bonn vom 18.5.2004)
Schüler begegnen dem unerschöpflichen Bach
EMA-Gymnasiasten präsentieren ein Porträtkonzert des vielseitigen Komponisten
Nicht nur Auszüge aus Johann
Sebastian Bachs umfangreichem Werk bekamen die Zuhörer zu hören, sondern auch
Geschichten aus einem bewegten Komponistenleben. So war aus der Ouvertüre der
Bauernkantate für Streicher deutlich die Wurzel der Bachfamilie in den traditionellen
Volksweisen zu hören. Einen ganz neuen Zugang zu altbekannten Melodien zeigten Michael
Riemer (E-Gitarre), Jeremias Herberg (Bass-Gitarre) und Matthias Hesseler (Schlagzeug) mit
Play Bach. Sie bewiesen, dass sich das Präludium und die Fuge d-moll aus dem
Wohltemperierten Clavier und das Präludium d-moll aus dem
Notenbüchlein für Anna Magdalena Bachs dritter Ehefrau sehr
gut für moderne Arrangements eignen.
Alle Schüler des von Peter Henn
geleiteten Leistungskurses zeigten, dass sie ihre Instrumente oder auch ihre Stimme
beeindruckend beherrschen. Besonders Sebastian Casleanu (Violine) überzeugte mit einem
ausdrucksstarken 1. Satz aus der Sonate Nr. 1 g-moll. Mit ihrer Arie aus der Kantate 51
Jauchzet Gott in allen Landen setzte Bernice Ehrlich (Sopran) einen starken
Akzent. Ganz andere stimmliche Qualitäten ließen die Schüler in Ernst Tochs Fuge
aus der Geographie für vier Sprecher hören zur Begeisterung des Publikums.
Was war so großartig an
Bach? diese Frage stellten die Schüler immer wieder im Laufe des Abends. Der Vater
von 20 Kindern war scheinbar kein bequemer Mensch. Seine Kantorenstelle in Arnsberg musste
er aufgeben, da seinem Vorgesetzten die Musikstücke zu wenig geistlich waren. Nachfolger
des berühmten Lübecker Kantors Buxtehude wollte er nicht werden, da dieser eine Ehe mit
seiner wenig ansehnlichen Tochter zur Bedingung machte. Auch von Obrigkeiten ließ sich
Bach, der auch Lehrer an der Leipziger Thomasshule war, wenig beeindrucken. Nur selten
komponierte er für Fürsten oder Könige. Meist trugen seine Werke die Signatur S.D.G.
Soli Deo Gloria, Allein zu Ehren Gottes.
Hin und wieder arbeitete Bach
trotzdem für gekrönte Häupter. So entstand sein Musikalisches Opfer für
Friedrich den Großen. Mit der sechsstimmigen Fuge über das königliche Thema
beendeten die Schüler unter großem Beifall die Begegnung mit einem
unerschöpflichen Komponisten. (Isabel Klotz in: General-Anzeiger Bonn vom
19.5.2004)
Damenwahl im EMA
Wir standen wie wohl jede
Theatergruppe vor dem großen Problem, dass kaum ein Stück für unsere Besetzung die
richtige Verteilung von männlichen und weiblichen Rollen hatte, erklärte Jochen
Stiewe, der Leiter des Theater-Workshops, die Entstehung des Erstlingswerks.
Die Auswahl Stiewes von sowohl
schrillen als auch stolzen Charakteren begeisterte das Publikum, das nicht mit Beifall
sparte. Es war eben für jeden Geschmack etwas dabei. (General-Anzeiger Bonn vom
23.6.2004)
5 Jahre
EMA-Big Band das ist an Jahren nicht viel; als Mensch befindet man sich in diesem
Alter noch im Kindergarten. Für ein Schulensemble allerdings sind fünf Jahre mehr als
eine halbe Schülergeneration.
5 Jahre
EMA-Big Band da stutzen einige; gibt es die nicht schon länger?
Vor ca. 15
Jahren wurde von Peter Henn die erste EMA-Big Band ins Leben gerufen. Nach einiger Zeit
übernahm dann der Saxophonlehrer Christian Briegleb die Leitung der Band und, wie die
ständige Fluktuation an einer Schule das manchmal so mit sich bringt, saßen irgendwann
nur noch Ehemalige und Gäste in der Band.
Während der
Vorbereitung auf ein Jazzkonzert im Frühjahr 1999 mit dem EMA-Chor und der damaligen
EMA-Big Band zeigte sich, dass es neben der damals bestehenden Schülercombo noch viele
andere talentierte Instrumentalisten in der Schülerschaft gab und so lag die Idee nahe,
eine neue Schüler-Big Band zu gründen.
Bereits der
erste öffentliche Auftritt beim Weihnachtskonzert 1999 war ein solch durchschlagender
Erfolg, dass die Band im darauffolgenden Jahr gleich für zehn Auftritte außerhalb der
Schule engagiert wurde.
5 Jahre Neue
EMA-Big Band das sind inzwischen mehr als 40 Konzerte und Auftritte innerhalb und
außerhalb der Schule. Die Spannweite reicht vom Auftritt im sogenannten Bonner
Loch mit um die Musiker herum tanzenden und für den Moment glücklich wirkenden
Obdachlosen bis hin zur Festveranstaltung der Kultusministerkonferenz im Haus der
Geschichte. Allein neunmal war die Band in dieser Zeit auf, neben und in der Bundes-
kunsthalle zu hören.
Zu den
Höhepunkten der Bandgeschichte zählen u.a. die Italienreise zu den Freunden in
Cittadella mit Ausflügen nach Padua und Venedig, die bereits vergriffene CD-Produktion im
Sommer 2003 sowie der diesjährige Wettbe
5 Jahre
EMA-Big Band das heißt auch: fünf Jahre außerordentliches Schülerengagement in
wöchentlichen Proben, Sonderproben und den vielen bereits erwähnten Auftritten.
Erstaunlich
und auch wieder nicht, dass die SV des Schuljahres 2002/2003 sich hauptsächlich aus Big
Band-Mitgliedern zusammensetzte und die beiden neuen Tontechniker in der jetzigen SV sehr
aktiv sind.
5 Jahre
EMA-Big Band das bedeutet in diesem Jahr für sechs Mitspieler Abschied nehmen.
Manche von ihnen waren von Anfang an dabei und haben die Band entscheidend mitgeprägt.
Ihnen galt im Jubiläumskonzert unsere besondere Aufmerksamkeit und mein besonderer Dank
für fünf glückerfüllte Jahre gemeinsamen Musizierens.
Toni Schüller
Musisches Gestalten
Der Differenzierungs-Kurs Musisches Gestalten ist ein noch relativ neues Angebot unserer Schule. Musisches Gestalten heißt, dass man sich mit Literatur, Sprache, Musik, bildender Kunst beschäftigt, - aber in anderer Weise, als es der jeweilige Fachunterricht tut. Auf der einen Seite geht es um die Beschäftigung mit ganz unterschiedlichen Ausdrucksformen, auf der anderen Seite aber auch um die Entdeckung der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten. So hat sich die Klasse 9 in diesem Schuljahr unter anderem mit dem Zeichner und Maler A. Paul Weber beschäftigt. Seine Allegorien menschlicher Eigenschaften oder abstrakter Begriffe wie Neugier, Gerücht oder Phrase waren Ausgangspunkt für die Überlegung, wie sich aus oder zu einem Begriff bildliche Vorstellungen entwickeln lassen.
Dann ging es an die praktische Umsetzung: Jeder Schüler wählte
seinen Begriff, und es entstanden Bleistiftzeichnungen, Aquarellbilder oder Linolschnitte.
Parallel zu der bildlichen Umsetzung schrieben die Schüler zu ihrem Begriff Essays, für
die bestimmte gestalterische Prinzipien vorgeschrieben waren. Ich glaube, das Ergebnis
kann sich sehen lassen.