Startseite

Digitaler Satellitenbildeinsatz im Erdkundeunterricht

DARTCOM-Anlage an der EMA seit 1992

Wenn Sie sich dem EMA-Gymnasium Bonn nähern, erblicken Sie auf dem Dach die installierte Satellitenempfangsanlage (Parabolspiegel und Omnidirektionalantenne) der britischen Firma DARTCOM mit der vom Erdkunderaum C301 am Ernst Moritz Arndt-Gymnasium die Wettersatelliten der Meteosat-Gruppe (bekannt durch die Wetterkarten nach den Nachrichtensendungen!) und der NOAA-Gruppe seit Mitte 1992 empfangen werden. Meteosat ist ein geostationärer Satellit, der auf dem Schnittpunkt Äquator-Meridian von Greenwich=0 Grad steht und alle 4 Minuten ein Bild eines Sektors im Bereich Atlantik/Europa/Afrika liefert. NOAA liefert erdnähere Bilder, die Satellitenbahn muß aber berechnet werden (Polare Umlaufbahn). Inzwischen ist ein Archiv von über 100 Bildern und Wetterfilmen entstanden.
Der Klett-Perthes-Verlag hat das Buch 'Erderkundung-leichtgemacht' herausgebracht (1995, ISBN-Nr. 3-623-00843-5), in dem auch zwei Lehrer unseres Gymnasiums (Link, Stauf) ihre Erfahrungen mit dem Satellitenbildempfang beschreiben.
Neben einer Meteosat-AG, die 1992-94 aktiv war, wurde in der Projektwoche 1993 ausführlich mit dem Programm gearbeitet. Weiterhin wird in die Nutzung der Anlage in der Informationstechnischen Grundbildung der Klasse 8 als auch im Erdkundeunterricht der Klasse 11 eingeführt.
Seit 1994 nutzen wir auch im Unterricht die Bildinterpretationsprogramme IDRISI und Tosca(nelli). Wie andere Schulen in Deutschland erhielten wir dazu von der Firma GEOSPACE Bonn/Jena Landsat- und SPOT-Satellitenbilder für die Bereiche Sylt, Bonn/Rhein-Sieg, Boston, Worcester/Mass. und Brasilien. Fertige Aufnahmen sind auf CD-Rom angeschafft worden. (Vesuv, Niederlausitz, Aralsee, Chemnitz, brennende Ölfelder in Kuwait, Rügen, Stadtzentrum von Delhi).