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Begeisterung für naturwissenschaftliches Experimentieren nutzen

Junge Schülerinnen und Schüler zeigen im Allgemeinen ein sehr großes Interesse an Naturphänomenen. Sie sind neugierig, wissbegierig und voller Forscherdrang. Um diese bereits vorhandene Motivation zu festigen, auszubauen und auch zu nutzen, wurde im Schuljahr 2000/01 am EMA zum ersten Mal für die Klassen 5 und 6 eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet, in der die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen selbständig Experimente aus Natur und Technik durchführen und so eigenständig Erfahrungen sammeln können. Es werden in der Arbeitsgemeinschaft bewusst einfache Experimente gewählt, die sich mit geringen Mitteln durchführen lassen. Wir wollen so den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Freiraum geben, eigene Ideen spielerisch einfließen zu lassen, um so ihre Phantasie und Kreativität zu fördern. Das Konzept hat sich bestens bewährt. Als zu Beginn des Schuljahres die Arbeitsgemeinschaft vorgestellt worden ist, haben sich zwei Drittel aller Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 hierfür gemeldet. Um die große Zahl von Anmeldewünschen zu befriedigen, wurden drei Durchgänge mit jeweils drei Parallelkursen organisiert. Am Ende des Schuljahres kann man erfreulicher Weise feststellen, dass die anfängliche Freude und Begeisterung sich nicht nur gehalten, sondern noch gesteigert hat. Der große Erfolg der Experimentier-AG hat uns ermutigt, das Konzept zu erweitern. Um auch Schülerinnen und Schülern, die wegen eines langen Fahrweges nachmittags nicht kommen konnten, die Teilnahme zu ermöglichen, wollen wir die Arbeitsgemeinschaft in den Vormittagsunterricht integrieren. Außerdem wollen wir die Arbeitsgemeinschaft auf das ganze Schuljahr ausweiten und damit die Stundenzahl erhöhen. Dann lässt es sich allerdings nicht mehr vermeiden, dass Themen des Regelunterrichts berührt werden. Dieses Problem wollen wir dadurch lösen, dass wir die Arbeitsgemeinschaft als Zusatzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend machen. Eine Abstimmung mit dem Regelunterricht ist dann leicht möglich. Der Zusatzunterricht soll außerdem dazu genutzt werden, dass die Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn ihrer Laufbahn an unserer Schule eine informationstechnologische Grundbildung erhalten. Das Konzept ist bei Schülern, Eltern und Lehrern gleichermaßen auf große Zustimmung gestoßen und auf der Schulkonferenz am 23.3.2001 beschlossen worden. Mit der Realisierung dieses Konzepts sind große Anstrengungen verbunden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass es Früchte tragen wird.

Volker Martini

Im Schuljahr 2001/2002 werden Herr Dr. Martini und Herr Olejnicak in den Klassen 5 physikalische Experimente durchführen, Frau Scherer in allen 5-er Klassen Informationstechnische Grundbildung und Projektarbeit vermitteln. In den 6-er Klassen gibt es einen jeweils halbjährlichen Durchgang Biologische Experimente und Erdkundliche Experimente, durchgeführt von Frau Huhnen-Vennedey, Herrn Weingarten und Herrn Stauf. Im Schuljahr 2003/2004 hat auch Herr Plitt eine AG Erdkunde übernommen.

Experimentsammlungen:
http://www.x-world.de/x-worldcenter/pages/science/experim/exp.htm